Groß- mit Klein Wochenende
Ende November fand das mittlerweile schon legendäre „ Groß mit Klein“ Übernachtungswochenende statt, an dem alljährlich fast der komplette Circus teilnimmt. Diesmal nahmen 86 Charivaris im Alter von 7 bis 23 Jahren daran Teil, und wie immer bestand die größte Faszination darin, dass alle gleichermaßen Freude an diesem Event hatten: der Siebenjährige, der zum ersten Mal überhaupt in der Turnhalle übernachtete, die 12 Jährige, die erstmals eine Patenschaft für ein jüngeres Kind übernahm, die 14Jährige, die zum ersten Mal einen Workshop für die Jüngeren gab, der 16 Jährige, der einem Achtjährigen das Einradfahren beibrachte, die 17 Jährige, die zum zehnten Mal dabei war, der 21 jährige Ehemalige, der extra für dieses Wochenende aus Süddeutschland angereist war und alle anderen auch. Es konnten insgesamt fünf verschiedene Workshops in den verschiedenen Disziplinen besucht werden, außerdem gab es natürlich auch gemeinsames Aufwärmen, Spiele, den beliebten Cotton Eye Joe Tanz, eine Abendwanderung,gemeinsames Singen bei Kerzenschein und andere schöne Dinge, die bei uns Tradition haben. Kein Kind musste wegen Heimweh abgeholt werden, alle fühlten sich bestens betreut und gut aufgehoben. Kulinarisch wurden wir bestens in der Vereinsgastronomie versorgt, und die Eltern hatten auch ein reiches Pausenbuffet bestückt. Besonderer Dank gilt Nina und Birte, zwei Müttern, die bei den Jüngeren in der Chris Köhne Halle mit übernachtet haben und allen älteren Charivaris, die sich ehrenamtlich und mit großer Hingabe für alle Jüngeren engagiert und eingesetzt haben und die abends vom vielen Unterrichten, Kümmern, Zeigen, Betreuen fast müder waren als die Kleinen.
Sehr beeindruckt hat mich auch, dass am Sonntag Vormittag beim „ Open Stage“ viele sich trauten, ihre neu gelernten Kunststücke schon vorzuführen und fast noch mehr, dass wirklich alle aufmerksam und wertschätzend einander zuschauten. Außenstehende können manchmal kaum glauben, wie still es in einer Turnhalle mit über 80 Kindern und Jugendlichen sein kann. Mich freut es sehr, wie achtsam die Charivaris alle miteinander umgehen und finde, da könnte sich in unserer Gesellschaft manch einer etwas davon abschauen. In einer freundlichen Atmosphäre lernt es sich nämlich viel besser, und wer das innige und familiäre Miteinander der großen und kleinen Charivaris erlebt, versteht, warum selbst Ehemalige noch immer gerne in dieses „ zweite Zuhause“ zurück kommen.
Trix Langhans